deftiges Schafskäse-Soufflé mit Fladenbrot

Schafskäse-Soufflé – ein einfaches deftiges Bauerngericht

Richtig müsste das Gericht „Günter’s Schafskäse-Soufflé“ lauten! Ein einfaches deftiges Bauergericht zusammen mit einem kräftigen Rotwein, einfach lecker. Animiert durch eine Sendung über einen Gutshof in der Bretagne hat mein Tennisfreund Günter das Rezept kreiert. Im Freundeskreis wurde es inzwischen mehrfach getestet und für gut befunden, ich kann ich mich der Wertung nur anschließen. Das findet man in keinem Kochbuch.

Tipp: Die Entstehungsgeschichte am Ende des Berichts unbedingt lesen.


Zutaten Günter’s Schafskäse-Soufflé

(für 2 Personen)

  • 1 Scheibe mittelsalzigen Schafskäse (Feta – ca. 200 g)
  • 150g original türkisches Würstchen (Sucuk – extra scharf)
  • 3 Eier
  • 1/8 L Milch
  • 1 Handvoll frischer Salbeiblätter oder 3EL getrockneter Salbei
  • 5 Rispen Thymian oder 1EL getrockneter Tymian
  • 1 türkisches Fladenbrot oder sonstiges weiches knuspriges Weißbrot

Zubereitung Günter’s Schafskäse-Soufflé

dünne Scheiben geschnittene Türkenwurst mit der Gabel einstupfen
dünne Scheiben geschnittene Türkenwurst mit der Gabel einstupfen
  1. Schafskäse mit einer Gabel in einer Schüssel klein zerdrücken
  2. Milch zugeben, bis die Masse sämig wird.
  3. 3 Eier zugeben und mit dem Elektroquirl intensiv vermischen – evtl. noch Milch zugeben bis die Konsistenz fast dünnflüssig ist (wie ein sehr dünner Pfannkuchen-Teig).
  4. Masse in ein feuerfestes Gefäß schütten und dünne Scheiben Türkenwurst mit der Gabel ein stupfen, bis alle Scheiben untergetaucht sind.
  5. Salbeiblätter klein zupfen (Blatt etwa in 2-3 Teile) und die von den Rispen entfernten Thymianblättchen über die Teigmasse verteilen und ebenfalls ein stupfen.
  6. Im Ofen bei großer Hitze (Umluft 190°) ca. ½ – ¾ Stunde stocken lassen (Masse geht auf), bis die Oberfläche bräunlich wird und evtl. aufbricht. Ggf. mit Holzstäbchen prüfen, ob die Masse auch innen gestockt ist.
  7. Dazu das kurz aufgebackene knusprige Türkenbrot mit einem kräftigen Rotwein reichen.

Hinweise:

  • Entsprechend der Personenzahl die Zutaten erhöhen. Für die Eier gilt: pro Person 1 Ei und zusätzlich für die gesamte Masse 1 Ei extra – d.h. für 4 Personen 5 Eier.
  • Wurstanteil kann je nach Geschmack erhöht werden. Wenn man keine Türkenwurst hat, kann man auch würzige Knoblauchsalami in kleinen Stücken zugeben. Bei normaler Salami muss dann unbedingt auch Knoblauch – je nach Geschmack – zugegeben werden sowie Salz und Pfeffer.
  • Bei dem Salbei und Thymian nicht sparen; eher mehr als zu wenig beigeben.
  • Das Soufflé muss heiß auf den Tisch. Jeder nimmt sich mit einem Löffel möglichst gleich eine Portion, bevor die Masse etwas zusammensackt.

 

Entstehungsgeschichte von Günter’s Schafskäse Soufflé

Vor mehr als 35 Jahren hatte Günter im Fernsehen eine Sendung über einen Gutshof in der Bretagne gesehen. Interessant war die Zubereitung eines Abendessens für alle Helfer nach getaner Feldarbeit.

In der großräumigen Küche stand ein riesiger gemauerter Backofen, in den vorgenanntes Schafskäse-Soufflé für ca. 10-12 Personen in einer hochwandigen Pfanne eingeschoben wurde. Als dieses fertig und oberflächengebräunt hinter der gusseisernen Tür hervorgeholt und auf den Tisch gestellt wurde, lief Günter das Wasser im Munde zusammen.

Erläuternd wurde vorgetragen, was alles in den Topf kam: Dicke Brocken würzigen Schafskäse, der mit einem Gitterstempel von einer dickleibigen Mamsell zerstampft wurde. Nachdem eine Gehilfin einen Pott Milch zu kippte und mindestens ein Dutzend Eier zugeschlagen hatte, wurde die Masse kräftig gerührt bzw. mit einem großen Schneebesen geschlagen. Dann wurde eine sehr große Salami in kleine Stücke oder Scheiben geschnitten und in den Topf geworfen und eingestupft. Mit einigen grobgeschnittenen Knoblauchzehen und reichlich Pfeffer wurde letztendlich gewürzt.

Von einem riesigen Büschel Salbei hat die Mamsell dann alle Blätter abgezupft und zerrupft in den Topf geschmissen und nochmals vor dem Einschieben in den Ofen umgerührt.

Die Tafel ist angerichtet….

Als sich die Bauern und Helfer an den großen Eichentisch gesetzt hatten, Rotwein aus einem großen Krug in die Becher gegossen wurde und reichlich Baguette in Strohkörbchen hingestellt wurde, kam der große Moment: Mit einer Helferin zog die Mamsell die große Pfanne aus dem Ofen und stellte ihn dampfend mitten auf den Tisch mit „Voilà“ und „Bon Appétite“. Mit ihren großen Löffeln fielen fast alle gleichzeitig mit viel Geschnatter über das oberflächengebräunte Soufflé her …. Günter wäre am liebsten dabei gewesen.

Gleich am nächsten Tage hat er eine kleine Portion für seine Angetraute und sich in ähnlicher Weise ausprobiert. Es war auf Anhieb gelungen und hatte wunderbar geschmeckt. Erst später hat er die „Tuckwurst“ übernommen, da diese schon alle würzigen Zutaten enthielt. Auch das Fladenbrot passte wunderbar dazu. Ergänzt hat er noch Thymian, da dieser den etwas strengeren Geschmack von Salbei überdeckt und einen besonders mediterranen Geschmack hervorruft.

Wem es gefällt der kann noch Oliven und typische mediterrane Vorspeisen hierzu reicht werden. Günter reicht nur das oben beschriebene Spezial-Soufflé. Jedem, dem er hierüber erzählte, wollte das Rezept zum Nachmachen haben. Alle Rückmeldungen waren sehr positiv und allen war es gelungen. Gerade im Sommer, an lauen Abenden, ist dies ein einfaches und schnell zubereitetes schmackhaftes Gerichte.

Großer Dank an Günter Mernberger.

Ein Gedanke zu „Schafskäse-Soufflé – ein einfaches deftiges Bauerngericht“

  1. Lieber Klaus,
    Du hast das Rezept treffend wiedergegeben. Bei der Einleitung „…. wurde getestet und für gut befunden“ hätte ich das Wörtchen „sehr“ noch eingefügt. Aber das ist Geschmacks- und Ansichtssache. Ich glaube aber, Du bekommst viele Rückmeldungen.

    Lieben Gruß
    Günter

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