Gänsekeule mit Kartoffelklöße / Kartoffelknödel

Kartoffelklöße / Kartoffelknödel selber machen, so geht es

Kartoffelklöße oder Kartoffelknödel? Wie heißt denn nun die runde Beilage? In Nord- und Süddeutschland ist die Beilage als Kartoffelkloß bekannt. In Süddeutschland heißt sie eher Knödel.

Nachdem ich mit Fertigprodukten meist schlechte Erfahrung gemacht hatte, anderseits aber zu verschiedenen Gerichte wie z.B. Gans oder Ente die runden Kugeln als idealen Begleiter betrachte ging es darum die Knödel selber zu machen. Zusammenfassend kann ich nun vermelden, wirklich kein Hexenwerk. In kurzer Zeit sind die kugeligen Sattmachern gezaubert.
Hier erfährst du, wie du klassische Kartoffelklöße zubereitest.


Zutaten

für 4 Personen  ca. 6-8 Klöße

  • Zutaten der Kartoffelklöße / Kartoffelknödel
    Zutaten der Kartoffelklöße / Kartoffelknödel

    800 g mehlig kochende Kartoffeln -Wichtig: unbedingt mehlig kochende Kartoffeln verwenden, nur sie haben einen hohen Stärkeanteil, der entscheidend dafür ist, dass die Klöße in Form zusammenhalten

  • 50 g zerlassene Butte -sie ist Geschmacksträger und sorgt dafür, dass die Konsistenz des Kartoffelteigs schön geschmeidig wird
  • 50 g Kartoffelmehl (Kartoffelstärke) -Alternativ kann auch Speisestärke verwendet werden aber kein Maismehl um den Geschmack nicht zu verfälschen
  • 3 Eigelb -unterstützt die Bindung der einzelnen Zutaten
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuss -sorgt für den Geschmack
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 TL Kümmel

Zubereitung

  1. Reichlich gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und den Kümmel zugeben.
  2. Eine passende Gruppe Kartoffeln zusammensuchen, Schmutz abwaschen und ab damit in den Topf. Die Kartoffeln sollten alle in etwa die gleiche Größe haben. Weil dicke und dünne Kartoffeln unterschiedlich lange brauchen um gar zu werden, ist es besser kleinere Kartoffeln zu verwenden. Damit reduziert sich die Garzeit und es bleiben mehr Inhaltsstoffe erhalten.
    Dann die Energie an der Kochplatte so weit zurückstellen, dass noch Dampf entsteht. Deckel drauf und nach ca. 20 Minuten ganz kurz kalt abspülen. Danach lässt sich die Schale mühelos entfernen.
  3. Die noch heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Kartoffelstampfer sorgfältig zerstampfen, sodass keine größeren Stücke mehr zu sehen sind.
  4. Butter in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen und über die Kartoffelmasse gießen.
  5. Eigelbe vom Eiweiß trennen und diese mit Kartoffelmehl, Muskatnuss und Salz zur Kartoffelmasse geben.
  6. Die Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten und mit den Händen zu runden Knödeln so groß wie Billardkugeln formen.  Tipp: Vorher die Hände befeuchten, so lässt sich der Kartoffelteig besser verarbeiten und klebt nicht so sehr an den Fingern.
  7. Die Klöße in siedendem (nicht kochendem sprudelndem) Wasser ziehen lassen. Immer nur ein paar Klöße auf einmal ins Wasser legen, damit sie genügend Platz haben. Für etwa 20 Minuten ziehen lassen. Sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig.
  8. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und heiß servieren.

 

Tipps:

Kartoffelklöße werden mit einer Gabel auseinandergerissen. so vergrößert sich ihre Oberfläche, an der vielmehr Sauce haften bleibt, als an einer glatten Schnittfläche.

Im Kühlschrank halten sich die Kartoffelknödel 2-3 Tage, danach die Klöße einfach in etwas Butter, Speck zusammen mit  Pilzen oder sonstigen Lieblingszutaten braten.

Klöße können aber auch portionsweise eingefroren mehrere Monate im Tiefkühlfach aufbewahrt werden.

Knödel können problemlos aufgewärmt werden, dazu die ausgekühlten Knödel einzeln in Folie einpacken und am nächsten Tag nochmals 5-8 Minuten in siedendem Wasser ziehen lassen.

Welche Varianten der Kartoffelklöße / Kartoffelknödel gibt es?

Klassische Kartoffelknödel wie beschrieben haben je nach Region noch viele Geschwister dies sind zum Beispiel: Thüringer Klöße aus 1/3 gekochten und 2/3 rohen geriebenen Kartoffeln, Kartoffelklöße Halb und Halb aus 1/3 gekochten und 2/3 rohen Kartoffeln, und viele weitere Varianten.

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