Suchst du nach der perfekten Beilage für dein nächstes Sonntagsessen? Bayerisches Kraut ist ein echter Klassiker der Comfort-Food-Küche und schmeckt besonders im Herbst und Winter einfach genial. Das traditionelle Schmorgemüse wird aus Weißkohl gemacht und lässt sich super einfach abwandeln.
Obwohl der Name nach tiefstem Süden klingt, ist das Gemüse in ganz Deutschland ein Hit. Je nachdem, wo du aufgewachsen bist, kennst du Weißkohl vielleicht auch unter Namen wie Weißkraut, Weißkabis, Kappes, Kappus oder einfach nur Kraut. Das Tolle daran? Er ist ein echtes Multitalent in der Küche! Du kannst ihn für deftige Eintöpfe, knackige Salate, herzhafte Blechkuchen, klassische Krautrouladen oder eben als geschmortes Pfannengemüse verwenden.
Speck oder Frucht? So bringst du Geschmack ins Kraut
Die traditionelle Variante mit Speck bringt zwar ein paar Kalorien mehr mit und ist nicht vegetarisch, aber wer sie einmal probiert hat, weiß warum: Der Speck sorgt für ein unverwechselbar rauchiges, deftiges Aroma. Bayerisches Kraut ist die geborene Begleitung für Fleischgerichte – ein absoluter Evergreen ist und bleibt die Kombi mit saftigem Schweinebraten.
Du ernährst dich vegetarisch oder magst es lieber etwas frischer? Kein Problem! Du kannst das Kraut wunderbar fruchtig variieren. Probiere unbedingt mal diese Zutaten aus:
- Apfelstücke: Feinsäuerliche Sorten wie Boskoop passen perfekt.
- Quitten: Bringen ein tolles, herbstliches Aroma.
- Zwiebeln & ein Schuss Essig: Für die perfekte Balance aus süß und sauer.
Keinen Appetit auf Blähungen? Dieses Gewürz hilft!
Viele machen ja einen großen Bogen um Kohlgemüse, weil sie Angst vor einer unruhigen Verdauung haben. Beim Bayerischen Kraut musst du dir darüber aber kaum Gedanken machen. Es gilt als besonders bekömmlich!
Das Geheimnis liegt in den Gewürzen: Im Rezept landen traditionell reichlich Kümmelsamen. Der Kümmel schmeckt nicht nur super lecker, sondern sorgt zusammen mit Gewürzen wie Ingwer oder Fenchel dafür, dass unangenehme Blähungen gar nicht erst entstehen. So kannst du ohne Reue schlemmen!
Zutaten des Bayrischen Krauts mit Speck
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Zubereitung des bayrischen Krauts mit Speck
- Das Gemüse vorbereiten
Entferne zuerst die unschönen Außenblätter des Weißkohls. Viertle den Kohlkopf, schneide den harten Strunk großzügig heraus und hoble oder schneide das Kraut in feine Streifen. Schäle die Zwiebel und schneide sie zusammen mit dem Speck in feine Würfel. Den Apfel schälen, entkernen und entweder grob raspeln oder klein würfeln. -
Speck und Zwiebeln anbraten
Erhitze das Schmalz in einem großen, weiten Topf oder Bräter. Gib die Speckwürfel hinein und lass sie bei mittlerer Hitze langsam knusprig ausbraten. Füge dann die Zwiebelwürfel hinzu und dünste sie mit an, bis sie glasig sind. -
Karamellisieren und ablöschen
Streue den Zucker über die Speck-Zwiebel-Mischung und lass ihn unter Rühren ganz leicht karamellisieren – das sorgt später für die wunderbare Farbe und den tiefen Geschmack. Lösche das Ganze sofort mit dem Essig ab, um den Garprozess der Zwiebeln zu stoppen. -
Kraut schmoren
Gib nun die Weißkohlstreifen, die Apfelstücke und die Kümmelsamen in den Topf. Verrühre alles gut, damit sich die Aromen verteilen. Gieße die Brühe an, schließe den Deckel und lass das Kraut bei mittlerer Hitze für ca. 40 bis 45 Minuten sanft schmoren. Rühre zwischendurch immer wieder mal um. Das Kraut sollte am Ende weich sein, aber noch einen ganz leichten Biss haben. -
Das Finale (Abschmecken)
Nimm den Deckel in den letzten 5 Minuten ab, falls noch zu viel Flüssigkeit im Topf ist, damit sie leicht einkochen kann. Schmecke das Bayerische Kraut zum Schluss mit einer Prise frisch geriebener Muskatnuss, Salz und reichlich schwarzem Pfeffer ab. Da der Speck schon salzig ist, sei mit dem Salz anfangs lieber etwas vorsichtig!





In Bayern wird das Kraut zu einer Vielzahl von Gerichten gegessen: Bratwurst, Schweinebraten, Schweinshaxe, Leberkäse usw.
Guten Appetit wünscht Klaus





