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Kartoffelgratin mit Kohlrabi Perfekt zum servieren

Kartoffelgratin mit Kohlrabi

Kartoffelgratin zählt zu den absoluten Wohlfühlgerichten der deutschen Küche. Cremig, herzhaft, mit dieser unwiderstehlichen goldenen Kruste aus Käse – wer kann da widerstehen? Doch manchmal darf es ein bisschen Abwechslung sein. Mein aktueller Favorit: Kartoffelgratin mit Kohlrabi.
Eine Kombination, die nicht nur wunderbar harmoniert, sondern dem Klassiker auch eine leichte, frische Note verleiht.

Warum Kohlrabi im Gratin?
Kohlrabi ist ein echtes Multitalent: mild, leicht süßlich und voller Vitamine. Durch seine zarte Textur passt er hervorragend in cremige Ofengerichte. Zusätzlich bringt er Abwechslung auf den Teller und macht das Gratin etwas leichter als die reine Kartoffelversion.

Für das Gratin werden feine Kartoffelscheiben im Ofen überbacken, sodass eine zarte Kruste entsteht. Das besondere ist die Kruste. Sie muss goldgelb und etwa 2 mm dick sein. Ins echte Kartoffelgratin kommen nur dünne Kartoffelscheiben ca. 3 mm, Sahne und Gewürze. Damit das Kartoffelgratin weder zu trocken noch zu flüssig wird, ist ein Verhältnis von 1/3 Sahne/Milch Mischung zu 2/3 Kartoffeln/Kohlrabi optimal. Ich verwende eine Mischung aus Sahne plus Milch.


Zutaten des Gratins

für 4 Portionen

  • 300 g fest kochende Kartoffeln
  • 300 g Kohlrabi
  • 120 ml Sahne
  • 120 ml Milch
  • 1 Ei (Größe M)
  • 30 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer frisch gemahlen, Muskat
  • 50 g würziger Hartkäse
  • ev. 2-3 Zwiebeln

Zubereitung des Kartoffelgratin

  1. Knoblauchzehen schälen und fein würfeln.
  2. Butter in einer Pfanne aufschäumen, die Knoblauchwürfel dazugeben und 2 Minuten ohne Farbe andünsten.
  3. Eine flache Auflaufform (Größe ca. 35 x 25 cm) mit der Knoblauchbutter auspinseln.
  4. Kartoffeln und Kohlrabi in gleichmäßig dünne (ca. 3 mm) Scheiben schneiden und dachziegelartig in die Form im Wechsel Kartoffel-Kohlrabi schichten (nach eigenem Ermessen feingeschnittene Zwiebelringe dazwischen fügen).
    Tipp: Mit einem Allesschneider oder Gemüsehobel gelingen gleichmäßige Scheiben
    Die Kartoffelscheiben und die Kohlrabi sollten im Durchmesser etwa gleich sein. Eventuell den Kohlrabi halbieren, damit es passt.
  5. Sahne zusammen mit der Milch aufkochen und stark würzen.
  6. Unter die Sahne-Milch Mischung ein Ei unterrühren (Achtung: nicht mehr aufkochen, sonst gerinnt es)
  7. Die heiße Mischung über die vorbereiteten Kartoffeln und Kohlrabi gießen (sollten fast bedeckt sein, falls die Sahnemischung nicht ganz heiß ist, muss die Zeit im Offen verlängert werden).
  8. Den Hartkäse fein reiben und gleichmäßig auf die Kartoffelscheiben streuen. Tipp: Zu einem Kartoffelgratin passt eine kräftige Käsesorte. Außer Emmentaler eignen sich Appenzeller, Greyerzer oder Bergkäse.
  9. Das Gratin im Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 Grad ca. 60 Minuten garen.

Tipp 1: Das Kartoffelgratin kann sehr gut variiert werden, indem man Gemüse, wie z.B. Kohlrabi oder Zucchini in Scheiben geschnitten, zwischen die Kartoffelscheiben schichtet.

Tipp 2: Die Sauce ist zu flüssig?
Wer kennt es nicht? Die Sauce dickt nicht an und die Kartoffelscheiben schwimmen in Sahne und Milch. Um dieses Szenario zu umgehen, gibt es ein einfaches Hilfsmittel: ein Ei. In der Sahne-Milch-Mischung aufgeschlagen, sorgt es zusammen mit der austretenden Kartoffelstärke für die nötige Bindung. Flüssige Sauce ist ab nun Geschichte!

Fazit
Dieses Kartoffelgratin mit Kohlrabi ist eine gelungene Mischung aus traditionellem Wohlfühlessen und moderner Gemüseküche. Einfach gemacht, wunderbar aromatisch und ein schönes Beispiel dafür, wie kleine Variationen altbekannte Gerichte neu beleben können.

Kohlrabi zu schälen ist ganz einfach – so geht’s Schritt für Schritt:

  1. Blätter entfernen. Schneide zuerst das Blattgrün und die Stiele ab (die kleinen frischen Blätter kannst du übrigens wie Spinat verwenden!).
  2. Wurzelansatz abschneiden -Schneide unten den holzigen Strunk großzügig weg.
  3. Mit dem Messer statt Sparschäler arbeiten. -Die Schale von Kohlrabi ist oft zu fest oder ungleichmäßig für einen Sparschäler. Am besten ein scharfes Küchenmesser verwenden.
    Setze das Messer oben an und schneide die Schale in geschwungenen Bahnen nach unten ab – ähnlich wie bei einer Orange.
  4. Holzige Stellen großzügig entfernen -Besonders große oder ältere Kohlrabi haben unter der Schale manchmal faserige, harte Bereiche, deshalb gilt: Je frischer und kleiner der Kohlrabi, desto zarter – und desto dünner kannst du schälen.
  5. Wenn du unsicher bist, ob der Kohlrabi holzig ist, halbiere ihn und prüfe das Innere. Faserige Stellen erkennt man als härtere, dunklere Strukturen.

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